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Fachbegriffe einfach erklärt.

Hier finden Sie klare Erklärungen der wichtigsten Fachbegriffe rund um Spannwerkzeuge, Produktmerkmale und Bearbeitungsanwendungen. Das Schlenker Wiki hilft Ihnen, zentrale Begriffe schnell zu verstehen und die benötigten Informationen zu finden.

A

Ziel der Vulkanisation ist es, die Schlitze zwischen den Spannsegmenten abzudichten. Dadurch wird das Eindringen von Bearbeitungsspänen in die Spannzange verhindert. Eine erneute Abdichtung ist möglich.

Unter Aufdornen beziehungsweise Aufweiten versteht man im Allgemeinen das Voröffnen der Spannzange auf ein bestimmtes Maß mithilfe einer Wärmebehandlung. Dadurch wird sichergestellt, dass sich die Spannzange selbstständig öffnet, wenn sie entspannt wird. Nur so kann ein Bauteil oder Rohmaterial eingeführt werden.

Ein Auswerfer dient zum Ausstoßen von Bauteilen aus der Spannzange. Er wird von der Drehmaschine betätigt und durch eine Feder in der Spannzange wieder zurückgestellt.

B

Das Beladen einer CNC-Drehmaschine kann manuell oder automatisiert erfolgen. Automatisch erfolgt dies beispielsweise mit einem Lademagazin bei Stangenmaterial sowie per Roboter bei Rohteilen oder Vormaterialien. Das fertige Bauteil kann auf mehrere Arten aus der CNC-Drehmaschine entladen werden, entweder per Roboter oder durch Ausspülen in einen Kanal. Es kann auch mithilfe eines Auswerfers entladen werden, der das Teil durch die Spindelbohrung der Gegenspindel schiebt. Das Abführen durch die Gegenspindel erfolgt in der Regel bei langen Werkstücken oder Teilen.

D

Eine Doppelkonus-Spannzange wird zur Werkstückspannung eingesetzt und kommt unter anderem in der Hauptspindel von TORNOS-Mehrspindelmaschinen zum Einsatz.

Drehmaschinen sind Werkzeugmaschinen, die zur Fertigung rotationssymmetrischer Werkstücke eingesetzt werden.

Eine Druckfeder wird in eine Druckhülse eingebaut und ist ein wichtiger Bestandteil des Spannsystems.

Eine Druckhülse ist ein wichtiger Bestandteil des Spannsystems und wird in der Spindel einer CNC-Drehmaschine eingebaut.

Druckspannung bezeichnet das Spannen von Werkstücken mithilfe einer Spannvorrichtung, beispielsweise einer Spannzange. Dazu wird die Spannzange in eine Druckhülse eingesetzt und mit einer Überwurfmutter fixiert. Mit diesem Spannsystem wird eine axiale Nullpunktspannung erreicht, da die Spannzange keine axiale Bewegung ausführt. Durch die axiale Bewegung der Druckhülse wird die Spannzange geöffnet und geschlossen.

Eine Druckspannzange wird zur Werkstückspannung eingesetzt. Sie wird durch eine Druckhülse betätigt, welche die Spannzange axial gegen die Überwurfmutter drückt.

E

Diese Fertigungsart wird bei kleinen Stückzahlen von weniger als 20 Stück pro Monat und geringer Wiederholhäufigkeit eingesetzt.

Eine ER-Spannzange wird in Spannzangenhaltern, Gewindeschneidapparaten oder Schnellwechselfuttern eingesetzt und dient der Werkzeugspannung.

F

Mehrere einzelne, übereinanderliegende Federblätter, also die beiden gegenüberliegenden Federn, bilden in der Regel ein Federpaket.

Eine Führungsbuchse wird in Langdrehautomaten eingesetzt, um Stangenmaterial während der Bearbeitung zu stabilisieren.

Ein Führungsbuchsen-Ausrichtdorn wird verwendet, um den axialen oder radialen Versatz von Maschinenachsen sowie Rundlauf und Taumel an Haupt- oder Gegenspindel zu prüfen.

Der Führungsdurchmesser ist der Durchmesser, auf den eine Führungsbuchse zur Führung des Stangenmaterials eingestellt wird.

Die Führungsfläche überträgt keine Kräfte und dient ausschließlich dazu, das Bauteil in der Führungsbuchse in Position zu bringen. Dies ist vergleichbar mit der Führung eines Bauteils in einer Lünette.

Bei Lademagazinen dient der Führungskanal zur Führung des Stangenmaterials. Er nimmt den Teil des Stangenmaterials auf, der sich nicht in der Drehmaschine befindet. Das Stangenmaterial wird durch den Führungskanal in die Spindelbohrung der Maschine geschoben.

G

Oberflächen mit guten Gleiteigenschaften erzeugen weniger Reibung, Abrieb und Anhaftung. Es sind keine zusätzlichen Schmierstoffe erforderlich und die Lebensdauer wird deutlich verlängert.

Eine Greiferzange wird an der Gegenspindel verwendet, um Werkstücke aufzunehmen oder zu greifen.

H

Halbzeuge sind vorgefertigte Erzeugnisse aus Rohmaterial, die durch verschiedene Fertigungsverfahren oder Umformprozesse zum Endprodukt weiterverarbeitet werden.

Beim Hartdrehen werden harte und gehärtete Werkstoffe von Werkstücken bearbeitet. Die Schneide des Werkzeugs muss härter sein als der zu bearbeitende Stahl.

Hartfräsen ist das Fräsen von gehärtetem Stahl.

I

Innenkühlung wird beispielsweise bei Werkzeugen mit inneren Kühlkanälen eingesetzt, durch die Kühlschmierstoff direkt an die Bearbeitungsstelle geführt werden kann.

Eine Innenspannhülse wird zum Vorschub von gebohrtem Stangen- oder Rohrmaterial eingesetzt.

K

Die Knaggenspannung wird meist bei Langdrehautomaten verwendet, um die Spannzange zu schließen. Die Spannung wird durch einen Umlenkhebel erzeugt, der beispielsweise von einem Pneumatikzylinder betätigt wird. Diese Spannart arbeitet mit einem relativ kleinen Hub.

Eine konventionelle Maschine wird manuell gesteuert. Eine CNC-Maschine (Computer Numerical Control) wird dagegen direkt durch ein Computersystem gesteuert.

Kurzdrehmaschinen werden auch als Kurzdrehautomaten oder CNC-Drehmaschinen bezeichnet. Das besondere Merkmal ist, dass sich beim Längsdrehen nur die z-Achse der Maschine bewegt.

L

Das vollautomatische Lademagazin führt das Stangenmaterial von hinten durch die Hauptspindel einer Drehmaschine. Dies erfolgt mithilfe der Vorschubstange mit montierter Lagerung und Spannhülse beziehungsweise federbelasteter Spannhülse.

Eine Lagerung nimmt die Drehbewegung des Rohmaterials auf, während das zu bearbeitende Material in der Spannhülse gespannt ist.

Beim Langdrehautomaten wird das Material durch die z-Bewegung der Hauptspindel durch die Führungsbuchse geschoben. Die Maschine wurde für kleine und komplexe Präzisionsteile sowie lange Werkstücke entwickelt.

M

Massenfertigung umfasst die Herstellung großer Stückzahlen mit hoher Wiederholgenauigkeit. Durch eine gleichmäßig und langfristig geplante Produktion entstehen niedrige Stückkosten. Die Produkte werden beispielsweise auf verschiedenen Produktionslinien in einem Los gefertigt, was einen hohen Vorbereitungsaufwand erfordert.

Ein Materialschieber mit Lagerung und Spannhülse transportiert das Material zur Bearbeitung in die Maschine.

Wie der Name schon sagt, verfügt eine Mehrspindelmaschine über mehrere Hauptspindeln. Das Material wird automatisch über das Lademagazin in die Maschine geschoben.

Eine Mehrspindelspannzange ist eine Spannzange für Mehrspindelmaschinen und wird zur Werkstückspannung in Haupt- oder Gegenspindel eingesetzt.

N

Am Schieberkopf einer Nachschubstange befindet sich eine Spannhülse, die über das Stangenende geschoben wird, damit das Reststück der Stange später nach hinten herausgezogen werden kann.

Der Nenndurchmesser definiert die Größe eines Bauteils, also den Außen- oder Innendurchmesser.

P

Eine programmierbare Führungsbuchse ist für INDEX/TRAUB-Maschinen ausgelegt; der Stangen- beziehungsweise Führungsdurchmesser wird über die Maschinensteuerung eingestellt.

R

Ein Reduzierrohr passt die Spindelbohrung einer CNC-Drehmaschine an den Materialdurchmesser an.

Bei diesem Pressschweißverfahren werden Werkstücke durch Wärme und Druck miteinander verbunden. Die Wärme wird durch Reibung erzeugt.

Der Reibungskoeffizient ist eine physikalische Größe, welche das Verhältnis zwischen Reibungskraft und Anpresskraft beim Kontakt zweier Oberflächen angibt. Dabei wird zwischen Haftreibung und Gleitreibung unterschieden.

Rohteilspannung bezeichnet beispielsweise das Spannen von Stangenmaterial in einer Spannzange. Dabei kann die Spannzange Rillen aufweisen, um eine höhere Haltekraft zu erzielen. Fertigteilspannung bezeichnet das Spannen bereits bearbeiteter Bauteile, die nicht beschädigt werden dürfen. Deshalb sind die Spannzangen in diesem Fall glatt.

Der Rundlauf ist eine Lauftoleranz nach Norm (DIN EN ISO 1101). Er beschreibt die Gleichmäßigkeit eines Kreisprofils, wenn dieses um seine Bezugsachse gedreht wird. Dies wird üblicherweise mithilfe einer Messuhr ermittelt. Dazu wird das Werkstück an den Lagerstellen in ein Prisma gelegt. Mit der Messuhr wird an mehreren Messpunkten gemessen, während das Bauteil gedreht wird. Die Differenz zwischen größter und kleinster Anzeige darf den in der Zeichnung angegebenen Wert nicht überschreiten. Der Rundlauf kann jedoch weder zur Bestimmung einer Balligkeit oder Konkavität noch zur Bestimmung einer Konizität des Rundprofils verwendet werden.

Bei dieser Werkzeugmaschine wird das Werkstück in einem Rundtisch gespannt. Darüber hinaus bietet die Rundtaktmaschine die Möglichkeit, mehrere Bearbeitungsprozesse parallel auszuführen.

S

Schleifen ist ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung. Es dient zum Glätten von Oberflächen und zum Herstellen von Endkonturen. Das Verfahren kann manuell oder auf Schleifmaschinen angewendet werden.

Ein Schlitz ist eine längliche, kantige Vertiefung in einer Oberfläche, die zum Fixieren, Führen oder Versenken von Bauteilen dient. Bei Spannzangen mit Sonderformen sowie Vierkant- und Sechskantformen kann ein Schlitz angebracht werden, um die Spannzange in der Maschine gegen Verdrehen zu sichern.

Mit einem Schnellwechselsystem kann ein Werkzeug in wenigen Arbeitsschritten gewechselt werden.

Spannabdrücke entstehen an einem Bauteil, wenn sich Bearbeitungsspäne in der Spannzange befinden und auf das Bauteil gedrückt werden. Sie können auch entstehen, wenn die Spannzange innen beschädigt ist, der Spanndruck zu hoch ist oder ein Durchmesserunterschied zwischen Spannzange und Bauteil besteht.

Weicht der Durchmesser der Spannzange vom Durchmesser des Bauteils ab, wird diese Abweichung als Spannbereich bezeichnet. Ist das Bauteil zu groß, spannt die Spannzange nur im hinteren Bereich und umschließt das Bauteil nicht vollständig. Dadurch entsteht eine punktförmige Spannung, die Rundlauffehler verursachen kann. Ist das Bauteil zu klein, spannt die Spannzange im vorderen Bereich und kann die Kräfte nicht vollständig aufnehmen.

Der Spanndruck bestimmt die Kraft, mit der eine Spannzange geschlossen wird. Wird der Spanndruck erhöht, steigt auch die auf das Bauteil wirkende Kraft.

Die Spannfläche ist die Kontaktfläche zwischen Spannzange und Bauteil, über die die Spannkraft übertragen wird.

Eine Spannhülse transportiert Rohmaterial aus dem Stangenlader in die Maschine. Das zu bearbeitende Material wird in der Spannhülse gespannt.

Ein Spannkopf wird zur Werkstückspannung in konventionellen Drehmaschinen und CNC-Drehmaschinen eingesetzt.

Die Spannkraft beschreibt die Kraft, die zum Spannen eines Werkstücks erforderlich ist.

Eine Spannzange ist ein Spannmittel zum Halten von Werkstücken in konventionellen Drehmaschinen und CNC-Drehmaschinen. Sie wird direkt in die Spindel oder in ein Spannzangenfutter eingebaut.

Ein Spannzangen-Ausrichtdorn wird verwendet, um den axialen oder radialen Versatz von Maschinenachsen sowie Rundlauf und Taumel an Haupt- oder Gegenspindel zu prüfen.

Eine Spannzangenaufnahme ist Bestandteil der Maschinenspindel und nimmt die Spannzange auf.

In einer Drehmaschine dient die Spindel dazu, eine Drehbewegung auf das Werkstück zu übertragen. Dabei wird zwischen Hauptspindel und Gegenspindel unterschieden. Die Hauptspindel nimmt Rundmaterial, Profilmaterial oder ein Rohteil auf und treibt es für den Drehprozess an. Die Gegenspindel befindet sich gegenüber der Hauptspindel und ermöglicht die Komplettbearbeitung eines Werkstücks.

Das Spindeleinsatzrohr ist ein Reduzierrohr für die Hauptspindel im Spindelstock einer CNC-Drehmaschine. Es wird eingesetzt, wenn der Durchmesser der Materialstange oder Vorschubstange kleiner ist als der Innendurchmesser der Spindel. Dadurch wird eine optimale Führung sichergestellt und eine Anpassung an den Führungskanal des Lademagazins beziehungsweise an die Materialstange des Kurzstangenladers erreicht.

Eine Stellmutter wird an verstellbaren Führungsbuchsen verwendet, um den Führungsdurchmesser manuell einzustellen.

Eine Synchronspannzange ist eine Spannzange, die speziell für INDEX/TRAUB-Drehautomaten erhältlich ist.

Die Synchronstange bewegt die Vorschubstange in Richtung Maschinenraum.

U

Eine Übergreif-Spannzange wird eingesetzt, wenn der zu spannende Durchmesser kleiner ist als ein Durchmesser, der am Werkstück übergriffen werden muss.

Eine Überwurfmutter dient als Anschlag für Spannzangen und wird auf die Spindel einer CNC-Drehmaschine geschraubt.

V

Verschleiß bezeichnet die Schädigung und den fortschreitenden Materialverlust eines Festkörpers durch mechanische Beanspruchung. Dadurch kann sich die Geometrie von Bauteilen verändern und ihre Funktion beeinträchtigt werden. Die Folge können Bauteilschäden sein. Verschleißfestigkeit ist der Widerstand eines Festkörpers gegen mechanischen Abrieb. Oberflächen können zur Optimierung speziell gehärtet oder beschichtet werden.

Eine verstellbare Führungsbuchse wird zur Werkstückführung eingesetzt und über die Stellmutter manuell auf den Führungsdurchmesser eingestellt.

Eine Vorbauspannzange wird in der Gegenspindel zum Greifen des Werkstücks eingesetzt.

Eine Vorschubspannzange führt Rohmaterial aus dem Stangenlader in die Maschine. Das Stangenmaterial wird durch die Vorschubspannzange geführt und gespannt.

Die Vorschubstange ist das Aufnahme- und Vorschubelement für die Materialstange im Führungskanal des Lademagazins.

W

Werkstückführung bedeutet das Führen des Werkstücks oder Stangenmaterials während der Bearbeitung, beispielsweise mithilfe einer Führungsbuchse.

Werkzeugspannung bedeutet das Spannen eines Werkzeugs in einer geeigneten Aufnahme, beispielsweise mit einer ER-Spannzange.

Z

Ziehriefen sind linienförmige Riefen mit rundem oder flachem Grund, die entstehen können, wenn Material durch eine Führungsbuchse geschoben wird. Im Gegensatz dazu hat ein Riss einen scharfen Grund, während ein Kratzer eine unregelmäßige Form in nicht festgelegter Richtung aufweist.

Ein Zugrohr ist Teil des Spannsystems und wird in der Spindel einer Drehmaschine eingebaut. Zugspannzangen werden maschinenseitig in das Zugrohr eingeschraubt.

Eine Zugspannzange wird zur Werkstückspannung eingesetzt. Das Spannen erfolgt durch das Zurückziehen der Zugspannzange in die Spannzangenaufnahme.